Wissen und Bildung im Islam

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Das Wissen ist die Grundlage des Imans (innere Überzeugung) und damit notwendig für die richtige islamische Lebensweise, um das Wohlgefallen ALLAHs und damit das Paradies erlangen zu können. Im Islam ist blinder Glaube nicht erwünscht, denn Iman heißt Überzeugung dass auf Wissen basiert. Ohne Wissen und Iman kann man ALLAH nicht aufrichtig und bewusst vom ganzen Herzen dienen und man würde keine Freude dabei empfinden. Handlungen ohne Wissen und Iman sind außerdem für das Jenseits nutzlos. Aus diesem Grund muss jeder Muslim dafür sorgen, dass er zumindest ein gesundes Grundlagenwissen hat um darauf sein Iman aufbauen zu können, damit die eigenen Taten für das Jenseits nicht verloren gehen, sondern von ALLAH angenommen und belohnt werden.


Inhaltsverzeichnis

Wissen für ALLAH anzueignen ist das erste Gebote im Islam

اقْرَأْ بِاسْمِ رَبِّكَ الَّذِى خَلَقَ - خَلَقَ الإِنسَـنَ مِنْ عَلَقٍ - اقْرَأْ وَرَبُّكَ الاٌّكْرَمُ - الَّذِى عَلَّمَ بِالْقَلَمِ - عَلَّمَ الإِنسَـنَ مَا لَمْ يَعْلَمْ
"Lies im Namen deines HERRN, der erschuf. ER erschuf den Menschen aus 'Alaq ("etwas, das sich anklammert"). Lies, und dein HERR ist Der Ehrwürdigste, Der (das Schreiben) mit dem Schreibgerät lehrte, ER lehrte den Menschen, was er nicht kannte."
(Quran, Surat-al-'Alaq 96:1-5)


Die ersten fünf Verse der Sura 96 sind die allerersten Worte Allahs, die Er seinem Gesandten Muhammad, Allahs Segen und Friede auf ihm, offenbart hat. Mit diesen Worten wurde der sonst des Lesens und Schreibens unkundige Prophet aufgefordert, zu lesen, was ihm offenbart wurde. Und der Prophet, Allahs Segen und Friede auf ihm, wurde mit der Tatsache vertraut gemacht, daß Allah der Erhabene Derjenige ist, Der dem Menschen das Wissen schenkt. Er ist es, Der den Menschen mit dem Schreibgerät lehrt, was der Mensch nicht wußte. Durch diese göttliche Motivierung zum Lesen und Schreiben wird uns Menschen das Tor zum Wissen weit geöffnet, um uns dieser göttlichen unausschöpflichen Quelle zu bedienen; es ist daher nicht von ungefähr, daß Allah, der Erhabene, auf die Erschaffung des Menschen aus einem 'Alaq ("etwas, das sich anklammert") hinweist und die Menschen, insbesondere die Wissenschaftler unter ihnen, auf die Entwicklung des Menschen im Mutterleib aufmerksam macht.

Das arabische Wort 'Alaq, das hier mit "etwas, das sich anklammert" erläutert wird, hat eigentlich drei Bedeutungen: 1. Blutegel 2. etwas, dass sich anklammert 3. Blutklumpen. Die drei Bedeutungen zusammen ergeben eine komplette Beschreibung des Embryos in dieser frühen Phase: Er ähnelt in der Form einem Blutegel, er ist in der Gebärmutter angehängt und da das Blut im Embryo intern in Gefäße eingeschlossen ist, bevor der metabolische Zyklus zwischen Embryo und Plazenta beendet ist, hat er das Aussehen eines Blutklumpen.


Die Wichtigkeit des Wissens und die Belohnung dafür

Allah, der Erhabene, betont im Koran die Wichtigkeit des Wissens:

"... Sprich: Sind etwa diejenigen, welche wissen, und jene, welche nicht wissen, gleich? Nur die Verständigen lassen sich warnen! [39:9]

und

"..Allah wird diejenigen von euch, die Iman haben und denen Wissen gegeben wurde, um Rangstufen erhöhen…" [58:11]

Ibn Abbas (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) kommentiert oben angeführten Koranvers, dass die Rangstufen der Gelehrten um siebenhundert mal höher sein werden als die der anderen Mu'minun, und der Abstand zwischen den einzelnen Rangstufen einer Wegstrecke von fünfhundert Jahren entspricht.


So heißt es auch in Sure Al-Fatir (Der Schöpfer):

"Wahrlich, es fürchten Allah nur die Wissenden unter Seinen Dienern!" [35:28]


Aber Allah, der Erhabene, macht es dem Menschen leicht, Wissen zu erwerben, wenn er es um Seinetwillen anstrebt.

Mu'awija (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete, dass er den Gesandten Allahs (Möge Allah ihn in Ehren halten und ihm Wohlergehen schenken) Folgendes sagen hörte:

"Wem Allah wohlgesonnen ist, den lässt Er die Religion verstehen."
(Dies berichteten Buchari Nr. 71, und Muslim.)


Ebenso wird die Weitergabe des Wissens hervorgehoben:


Sahl Ibn Sa'd As-Sa'idiyu (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete, dass der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) zu 'Ali (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) sagte:

"Bei Allah, wenn Allah durch dich auch nur einen einzigen Mann auf den rechten Weg führt, so ist das besser für dich als der Besitz von roten Kamelen!"
(Dies berichteten Buchari Nr. 2942 und Muslim Nr. 2046)

Rote Kamele waren damals etwas sehr Wertvolles.


Abu Musa (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete, dass der Prophet (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) gesagt hat:

"Das Gleichnis für das, mit dem Allah mich an Rechtleitung und Wissen gesandt hat, ist das eines segensreichen, ausgiebigen Regens, der weite Ländereien versorgt: Ein Teil dieses Landes ist fruchtbar, es nimmt das Wasser auf und lässt viel Gras und Kraut, welches Futter für die Tiere ist, wachsen. Ein anderer Teil davon ist unfruchtbares Land, welches das Wasser sammelt, was Allah auch zum Nutzen der Menschen dienlich werden lässt, denn sie trinken davon, tränken ihr Vieh und bebauen das Land. Der letzte Teil, der von diesem Regen berührten Ländereien sind flache Ebenen, die weder Wasser sammeln noch eine Vegetation entstehen lassen. Dies ist also das Gleichnis eines Menschen, dem Verständnis von der Religion Allahs gegeben wurde, und der von dem, mit dem Allah mich entsandt hat, einen Nutzen zieht, so dass er dieses Wissen erlernt und es anderen weitergibt. Der letzte Teil ist wie ein Mensch, der sich nicht um die Religion kümmert und die Rechtleitung Allahs, mit der ich gesandt wurde, nicht annimmt."
(Dies berichteten Buchari (Nr. 79) und Muslim (Nr. 2282). Der hiesige Wortlaut ist der von Buchari (79).)


Es ist Pflicht für jeden Muslim, sei es Mann oder Frau, jung oder alt, reich oder arm, nach Wissen zu streben und sich zu bilden.


Anas (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte Allahs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagte:

"Die Suche nach Wissen ist jedem Muslim eine Pflicht."
(Dies berichtete Ibn Madscha (224). Der Hadith hat bei Ibn Madscha noch eine Fortsetzung. Albani sagt, dass der hier angeführte Teil des Hadithes gesund (sahih) ist, die Forsetzung jedoch sehr schwach (dhaif dschiddan).)


Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) sagte: Ich hörte den Gesandten Allâhs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) sagen:

"Verdammt ist die diesseitige Welt und alles Vergängliche, ausser dem Gedenken an Allâh, den Erhabenen, wer Ihm beisteht und dem Wissenden und dem nach Wissen Strebenden."
(Tirmidhi) Dies ist ein guter Hadth (hasan).


Abû Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte Allâhs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hat gesagt:

"Wer einen Weg beschreitet, um Wissen zu erlangen, dem wird Allah deswegen einen Weg zum Paradies leicht machen."
(Muslim, Nr. 2699. Hier ist nur ein Teil des Hadithes wiedergegeben.)


Von Anas (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm): Allahs Gesandter (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hat gesagt:

"Wer auf der Suche nach Wissen auszieht, der ist auf Allahs Pfad, bis er zurückkehrt."
(Tirmidhi und Darimi)


"Aufgrund dieser Pflicht und auf der Grundlage ihrer Religion erlebte die Islamische Zivilisation während des europäischen Mittelalters (7.-17. Jhd. n. Chr.), anders als im benachbarten Europa, das zu dieser Zeit mit Hilfe seiner Religion in Unwissenheit gehalten wurde, eine in der Geschichte der Menschheit nie da gewesene „Kultur – und Bildungsrevolution“. Innerhalb kürzester Zeit kam es zu einem wahren Bildungsboom unter allen Bevölkerungsschichten und zu einer Blütezeit der Wissenschaft. Die Muslime leisteten dadurch zur Entwicklung der heutigen westlich-abendländischen Medizin und anderen wissenschaftlichen Bereichen einen enormen Beitrag" (Zitat aus Zaidan, Khan, 1999).


Islam und Wissenschaft

Heutzutage denkt man oft, man solle die Wissenschaft von der Religion trennen. Dies ist in der islamischen Lebensweise aber nicht möglich, denn der Islam, die bewusste Ergebenheit unter ALLAH, ist die eigentliche Frucht von Wissen und ist das Ergebnis einer Symbiose zwischen Iman (Überzeugung) und Intellekt bzw. zwischen Wissenschaft und Religion. Deshalb sollte jeder, der noch nicht zu diesem Ergebnis gelangt ist, sein Wissen (selbst-) kritisch überprüfen (Zaidan, 1999):

"Und Nichts folgen die meisten von ihnen außer einer Spekulation. Doch das Spekulieren ersetzt nichts von der Wahrheit." (10:36)

Im Islam ist blinder Glaube unter Ausschluss des Intellekts nicht möglich und nicht erwünscht, weil nach islamischem Selbstverständnis nur die Beschäftigung mit Wissenschaft zur ALLAHs Erkenntnis führt. Nichtmuslimische Wissenschaftler behaupten aber selbstsicher, dass der Schöpfer nicht wissenschaftlich bewiesen werden könne, obwohl ihre Behauptung auf keinerlei wissenschaftliche Beweisführung fußt. Die Existenz des Schöpfers wurde aber schon durch nachvollziehbare Vernunfterkenntnisse und objektiv überprüfbare Sachverhalte wissenschaftlich bewiesen. Nachdem man schließlich das einzigartige Dasein ALLAHs als Gewissheit verinnerlicht hat, ist man verpflichtet, nach dem richtigen Weg zu suchen, um ALLAH (ta'ala) zu dienen und IHM gegenüber die Dankbarkeit in Wort und Tat auszudrücken (Zaidan, 1999).

"Stelle es durch Wissen fest, dass es keinen Gott außer ALLAH gibt, und bitte um Vergebung für deine Verfehlung und für die Mumin-Männer und Mumin-Frauen." (47:19)



Kategorien des Wissens [1]

Ibn Qudama sagt sinngemäß:

"Die Gelehrten sind unterschiedlicher Ansicht darüber, was genau mit dem Pflichtwissen gemeint ist, welches im Hadith angesprochen ist. Fiqh-Gelehrte bestehen auf der Meinung, dass sich "Wissen" in diesem Hadith auf die Islamische Rechtswissenschaft bezieht, was dasWissen über Erlaubtes und Verbotenes beinhaltet. Hadith- und Tafsir-Gelehrte erklären "Wissen" in diesem Hadith als das Wissen und Verstehen des Korans und der Sunna, weil dies ihrer Ansicht nach der Schlüssel zu den anderen Wissenschaften ist".

Ghazali erläutert im Ihja', dass hiermit immer das Wissen gemeint ist, was man gerade braucht, um seine Pflichten vor Allah zu erfüllen. D. h. wenn man z. B. den Islam annimmt zur Zeit des Mittagsgebetes so ist es Pflicht, die Gebetsvorwaschung zu lernen und wie man das Mittagsgebet verrichtet. Wenn die Zeit zum Abendgebet gekommen ist, und man noch am Leben ist, ist es dann spätestens Pflicht zu lernen, wie man das Abendgebet verrichtet, um es noch rechtzeitig verrichten zu können usw. Es gibt zwei Kategorien von Wissen: Eine ist Pflicht für jeden einzelnen Muslim und die andere ist Pflicht für die muslimische Gemeinschaft als Ganzes:

  1. Wissen, welches Plicht für jeden einzelnen Muslim ist. Dies wird mit fard 'ain bezeichnet. Dazu gehört das Wissen, wie man betet, wie man fastet usw.
  2. Bei der zweiten Kategorie des Wissens handelt es sich um die sog. fard kifaya. Ein ausreichender Teil der Muslime muss über ein solches Wissen verfügen, um solche Gebiete zu bearbeiten, die für das Wohl und die Unabhängigkeit der Umma nabdingbar sind. Dazu gehören diverse Wissenschaftszweige wie z. B. Medizin, Mathematik, Ingenieurwesen in den verschiedenen Bereichen usw. Fard kifaya ist die kollektive Pflicht der gesamten Umma. Diese Pflicht gilt als erfüllt, wenn ein ausreichender Teil der Umma stellvertretend für die gesamte Umma dieser Verpflichtung nachkommt. Wird dieser Pflicht jedoch nicht Genüge getan, versündigt sich die gesamte Umma.



Das Benehmen beim Wissenserwerb

Die richtige Absicht beim Wisseneserwerb[1]

Wenn man jedoch nur dafür lernt, um im Diesseits Erfolg zu haben und um vor anderen mit seinem Wissen zu prahlen, darf man sich dafür keine Belohnung im Jenseits erhoffen.

Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete, dass der Gesandte Allahs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) gesagt hat:

"Wer eine Wissenschaft, welche (normalerweise) um Allahs, des Erhabenen, Willen erworben wird, nur deswegen erwirbt, um etwas von den Gütern des Diesseits zu erlangen, der wird den Wohlgeruch des Paradieses – d. h. dessen Duft – nicht einmal riechen".
(Abu Dawud (3664). Albani erklärte den Hadith für gesund (sahih).)

Ebenso darf man Wissen, das für die Umma von Bedeutung ist, nicht geheimhalten.

Abu Huraira (ALLAHs Wohlgefallen mit ihm) berichtete: Der Gesandte Allahs (ALLAHs Segen und Frieden mit ihm) hat gesagt:

"Wer nach einer Lehre gefragt wird und sie (wissentlich) verschweigt, dem wird ein Zügel aus Feuer am Tage der Auferstehung angelegt."
(Dies berichteten Abu Dawud (3658) und Tirmidhi. Der hiesige Wortlaut ist der von Abu Dawud (3658). Albani erklärte den Hadith für gut gesund (hasan sahih).)


Regeln für Schüler beim Lernen[1]

  • Der Schüler sollte vorerst seine Seele reinigen und sich von schlechten Angewohnheiten befreien, denn Wissen zu haben ist der Gottesdienst des Herzens. Er sollte sein Leben dem Streben nach Wissen weihen. Die frühen Muslime gaben dem Wissen höchste Priorität über allem anderen. Imam Schafi'i sagt in einem seiner Gedichte:
“Ich beklagte mich bei Waki' über mein schlechtes Auswendiglernen. Da wies er mich an, dass ich die Sünden lassen solle und sagte, dass das Wissen ein Licht ist, und dass das Licht Allahs nicht einem Sünder gegeben wird.” Waki' war der Lehrer von Imam Schafi'i.
  • Der Schüler sollte sich davor bewahren, sich stolz zu fühlen, denn dies ist ein Schwachpunkt der Unwissenden. Er sollte außerdem die Meinung und die Anliegen seines Lehrers höher schätzen als seine eigene, z.B. wenn der Lehrer ihm eine Aufgabe geben will. Der Schüler sollte seinem Lehrer respektvoll begegnen.
Einmal wollte Ibn Abbas dem Prophetengefährten Zaid ibn Thabit, der ein Gelehrter war, aufs Reittier helfen und sagte:
„So wurden wir angewiesen, mit unseren Gelehrten umzugehen.“ (Ibn 'Abdel-Barr: Jami' Bayan Al-'Ilm wa Fadlih)
  • Zu Beginn seines Strebens nach Wissen wird dem Schüler empfohlen, seinen Verstand nicht mit den unterschiedlichen Ansichten der Gelehrten zu belasten, um seinen Geist nicht zu verwirren.



Den Quran studieren

Siehe Quranstudium

Der Quran ist die wichtigste Quelle des Wissens. Aus diesem Grund sollte man sich täglich Zeit für das Studieren des Qurans reservieren. Man soll nicht nur den Quran rezitieren, sondern dazu auch Erläuterungen (Tafsir) lesen, damit man weiss, wie man in seinem alltäglichen Leben nach dem Quran leben kann.


Wissen weiterlehren


Das Wissen wird in der Enzeit vor dem Jüngsten Tag verschwinden

Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte:

"Zu den Vorzeichen der Stunde gehört, daß das (göttliche) Wissen verschwindet, die Unwissenheit herrscht, der Alkohol gewöhnlich getrunken und die Unzucht (Zina) offenkundig wird."
(Bukhari, Muslim (Nr. 4824 im arabischen), Tirmidhi, Ibn Madschah und Ahmad Ibn Hanbal)


Abu Musa, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte:

„Es gibt wahrlich vor dem Eintreffen der Stunde Zeiten, in denen das Wissen aufgehoben wird, die Unwissenheit herabkommt und der Haradsch oft stattfindet. Und der Haradsch ist der Mord.“
(Sahih Muslim Nr. 4826 (im arabischen))


Abu Huraira, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete: Der Gesandte Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, sagte:

„Die Zeit rückt näher, das (göttliche) Wissen wird hinweg genommen, die Wirren werden offenkundig sein, die Geizigkeit wird überall anzutreffen sein, und der Haradsch wird sich vermehren.“ Die Leute fragten: „Was ist ein Haradsch?“ Der Prophet sagte: „Der Mord!
(Sahih Muslim Nr. 4827 (im arabischen))


Abdullah Ibn Amr Ibn Al-'As, Allahs Wohlgefallen auf beiden, sagte: Ich hörte den Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, folgendes sagen:

„Wahrlich, Allah nimmt das Wissen nicht hinweg, indem Er es aus dem Gedächtnis der Menschen herausreißt, sondern Er nimmt das Wissen hinweg, indem Er die Gelehrten sterben lässt; und wenn keiner von ihnen übrig bleibt, dann nehmen die Menschen unwissende Köpfe in Anspruch, welche gefragt werden und ein Urteil geben, bei dem jegliche Grundlage des Wissens fehlt. Somit werden sie selbst abirren und aber auch die Menschen in die Irre führen.“
(Sahih Muslim Nr. 4828 (im arabischen))


Ziyaad Ibn Zabid Al-Ansari überlieferte, dass der Gesandte Allahs - Friede mit ihm - etwas erzählte und dann sagte:

"... und zwar dann, wenn das ganze ‘Wissen verschwindet.“ Wir sagten: „0 Gesandter Allahs! Wie wird das Wissen verschwinden, während wir doch den Qur‘an haben und wir ihn unseren Kindern beibringen, und unsere Kinder werden ihn ihren eigenen Kindern lehren?“ Der Prophet (alaihissalatu wassalam) erwiderte: „Ich dachte, ihr wäret die klügsten Leute in Medina! Gibt es keine Juden und Christen, welche die Heiligen Schriften besitzen und trotzdem keinen Nutzen aus ihren Büchern ziehen?“
(Ar-Tirmidhi und andere)

Quellen

  1. 1,0 1,1 1,2 Mourad, Samir; Mourad, Roula; Mittendorfer, Sylvia (2008): Charakterreinigung: Tazkija - wie man ein guter Mensch wird. (PDF) Karlsruhe: Deutscher Informationsdienst über den Islam (DIdI) e.V., ISBN 978-3-940871-03-9
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