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		<title>islam-pedia.de - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<title>Vorlage:Überarbeiten</title>
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				<updated>2018-12-23T18:01:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: Die Seite wurde neu angelegt: „{|style=&amp;quot;border-style: solid; border-width: 20px&amp;quot; | '''Achtung''': Die Informationen in diesem Artikel bedürfen einer Überarbeitung. Es wird derzeit davon ab…“&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|style=&amp;quot;border-style: solid; border-width: 20px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
'''Achtung''': Die Informationen in diesem Artikel bedürfen einer Überarbeitung. Es wird derzeit davon abgeraten, religiöses Wissen aus diesem Artikel zu ziehen.&lt;br /&gt;
|}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59925</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-12-23T17:55:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;{|style=&amp;quot;border-style: solid; border-width: 20px&amp;quot;&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
'''Achtung''': Die Informationen in diesem Artikel bedürfen einer Überarbeitung. Insbesondere die Ausführungen in Kapitel 2 sind teilweise unvollständig oder auch fehlerhaft. Es wird derzeit davon abgeraten, religiöses Wissen aus diesem Artikel zu ziehen.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch im Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. '''Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der hanafitischen Rechtsschule gibt es die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, aber unter Anderem sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man allein deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entschuldigte Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter bestimmten Umständen ist Nadschasa am Körper oder getragener Kleidung entschuldigt, sodass u.a. das Gebet damit gültig wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59923</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-12-23T17:29:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch im Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. '''Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der hanafitischen Rechtsschule gibt es die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, aber unter Anderem sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man allein deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entschuldigte Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter bestimmten Umständen ist Nadschasa am Körper oder getragener Kleidung entschuldigt, sodass u.a. das Gebet damit gültig wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59922</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59922"/>
				<updated>2018-12-23T16:53:43Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch im Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. '''Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, aber unter Anderem sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der hanafitischen Rechtsschule gibt es die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man allein deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entschuldigte Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter bestimmten Umständen ist Nadschasa am Körper oder getragener Kleidung entschuldigt, sodass u.a. das Gebet damit gültig wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59921</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59921"/>
				<updated>2018-12-23T16:51:06Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch im Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. '''Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, aber unter Anderem sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der hanafitischen Rechtsschule gibt es die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man allein deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entschuldigte Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter bestimmten Umständen ist Nadschasa am Körper oder getragener Kleidung entschuldigt, sodass u.a. das Gebet damit gültig wäre.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59919</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59919"/>
				<updated>2018-12-23T16:32:42Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: /* Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch im Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. '''Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, aber unter Anderem sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der hanafitischen Rechtsschule gibt es die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man allein deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59860</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59860"/>
				<updated>2018-12-22T21:54:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. '''Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, aber unter Anderem sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der hanafitischen Rechtsschule gibt es die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man allein deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59859</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59859"/>
				<updated>2018-12-22T21:49:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: /* Hund und Schwein */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, aber unter Anderem sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59858</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=59858"/>
				<updated>2018-12-22T21:47:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: Einige Verbesserungen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. '''Tahir''' ist das Adjektiv von ''Tahara'', der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiß, welche Substanzen rituell unrein (arab.: nadschis) sind und wie man diese entfernt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns beispielsweise davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, d.h., unseren Körper und unsere Kleidung davon nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel die Gewissheit nicht aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind unter Anderem rituell unrein, nadschis. Zu beachten ist jedoch, dass diese Liste nicht vollständig ist und nicht alle Meinungen der jeweiligen Rechtsschulen hier näher dargelegt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren, deren Fleisch wir essen dürfen, nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen, muss man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle muss man mit Wasser abwaschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Rechtsschulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina, mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weiße Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Teil der Gelehrten betrachtet den [[Hund]] und das [[Schwein]] als nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund jedoch, und damit auch der Speichel des Hundes, nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund nicht insgesamt nadschis, sondern sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen sunnitischen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung, dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrter, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Urin auf einen Teppich, aber trocknet dieser Urin nach einer Weile und man legt danach einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Urin auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13176</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13176"/>
				<updated>2018-03-13T20:54:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: /* Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, solange man keine Gewissheit hat, dass das Gegenteil der Fall ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrten, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/ How Is Filth Transferred?], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Hundespeichel (dieser Speichel gilt innerhalb der hanafitischen Rechtsschule als nadschis) auf einen Teppich, aber trocknet dieser Hundespeichel nach einer Weile und man legt dann einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen allein noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Hundespeichel auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Benutzerin_Diskussion:UmmIdris&amp;diff=13175</id>
		<title>Benutzerin Diskussion:UmmIdris</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Benutzerin_Diskussion:UmmIdris&amp;diff=13175"/>
				<updated>2018-03-13T20:51:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: Neuer Abschnitt /* Salam */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;assalamu alaikum,&lt;br /&gt;
erst einmal vielen Dank für deine Verbesserungsvorschläge. Ich bin für jeden Rat dankbar.&lt;br /&gt;
Mit dem Wort &amp;quot;heilig&amp;quot; hast du absolut recht, das war ein Versehen. Ich emfinde es selbst als falsch, wenn z.B. vom heiligen Propheten gesprochen wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Bei der Erstellung der Artikel sind bei mir ebenfalls ein paar Fragen aufgetaucht, die ich gerne mit dir besprechen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich denke, es ist sehr wichtig, dass wir auf eine einheitliche Schreibweise achten, schon allein, damit es mit der Verlinkung klappt. Wie du gesehen hast, habe ich wegen Abu Hanifa eine Weiterleitung gemacht. Bei Schafi'i wird nur auf diese Kurzform verwiesen, bei Malik heisst es dann wieder Malik bin Anas. Gibt es eine Möglichkeit von Malik auf die Seite Malik Ibn Anas zu verweisen, ohne jedes Mal Malik Ibn Anas zu schreiben? Das Gleiche gilt für alternative Schreibweisen wie Idschma', wie kann man hier sicherstellen, dass auch bei der Sucheingabe &amp;quot;Idjma'&amp;quot; auf die entsprechende Seite verwiesen wird? Schreibt man An-Nawawy oder besser An-Nawawi? Manchmal mache ich übrigens Verlinkungen zu Seiten, die es noch nicht gibt wie Taqlid oder Mukallaf, die aber schon auf meiner Liste stehen :-). Inschallah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich schreibe nun immer &amp;quot;Fiqh-Schule&amp;quot;, obwohl ich nicht verstehe, wieso die sehr viel schönere Schreibweise &amp;quot;Rechtsschule&amp;quot; nicht möglich sein soll. Wo liegt der Fehler, wenn Autoren wie Dr.Rohe, DIDI und Al-Baradei dies ebenfalls tun und selbst bei Islampedia zahlreiche Artikel den Begriff verwenden? Man sollte doch Fachbegriffe meiden wo es geht. Fiqh ist nun mal die islamische Rechtswissenschaft (auch wenn diese sehr weit gefasst ist), wieso kann es dann nicht Rechtsschule heissen ? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Apropos Fiqh, ich stiess im Artikel Malikitische Rechtsschule auf die Formulierung : das Fiqh des Imam Malik. Heisst es der die oder das Fiqh? Ich hatte bisher nur von der Fiqh gelesen.&lt;br /&gt;
Zudem habe ich in einigen Artikeln gelesen: der Imam Malik sagte... Der Artikel scheint mir hier irgendwie fehl am Platze. Sollte es nicht einfach heissen Imam Malik sagte ? So wie man schreibt: Dr. Müller, Prof. Müller sagte ?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ich bereite übrigens gerade einen Artikel zur Schafi' itischen und Hanbalitischen Rechtsschule vor, damit jeder zu seinem Recht kommt. Der Artikel Malikitische Rechtsschule existiert schon, er müsste meiner Meinung nach aber noch entsprechende Überschriften und Untergliederugen erhalten. Darf man so etwas als Mitarbeiter machen oder muss man vorher eine Diskussion darüber anregen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie macht man Tabellen? In den Formatierunghilfen findet sich zwar eine Tabelle, aber diese weist keine Zeilen und Spalten auf. Es geht mir um eine ganz schlichte Tabelle mit vier Spalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Barakallahufiki.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Salam ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Salam alaikum liebe Schwester UmmIdris,&lt;br /&gt;
Ich bin neu hier und würde gern ab und zu in Fragen bezüglich Fiqh mitarbeiten. Ich habe schon ein wenig Erfahrung mit Mediawikis und dem Erstellen und Bearbeiten von Artikeln. Gibt es besondere Regeln, die ich hier beachten muss, insbesondere bezüglich Quellen? Lieben Gruß, --[[Benutzer:Wissensdurstiger|Wissensdurstiger]] ([[Benutzer Diskussion:Wissensdurstiger|Diskussion]]) 21:51, 13. Mär. 2018 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13174</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-03-13T19:45:40Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: /* Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrten, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/ How Is Filth Transferred?], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Hundespeichel (dieser Speichel gilt innerhalb der hanafitischen Rechtsschule als nadschis) auf einen Teppich, aber trocknet dieser Hundespeichel nach einer Weile und man legt dann einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen allein noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Hundespeichel auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13173</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13173"/>
				<updated>2018-03-13T19:45:02Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: k&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man weiß, dass man die Nadschasa wieder entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrten, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/ How Is Filth Transferred?], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Hundespeichel (dieser Speichel gilt innerhalb der hanafitischen Rechtsschule als nadschis) auf einen Teppich, aber trocknet dieser Hundespeichel nach einer Weile und man legt dann einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen allein noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Hundespeichel auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13172</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13172"/>
				<updated>2018-03-13T19:37:29Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: besser&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrten, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/ How Is Filth Transferred?], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Hundespeichel (dieser Speichel gilt innerhalb der hanafitischen Rechtsschule als nadschis) auf einen Teppich, aber trocknet dieser Hundespeichel nach einer Weile und man legt dann einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen allein noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Hundespeichel auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13171</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-03-13T19:37:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: r&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrten, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/ How Is Filth Transferred?], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Hundespeichel (dieser gilt innerhalb der hanafitischen Rechtsschule als nadschis) auf einen Teppich, aber trocknet dieser Hundespeichel nach einer Weile und man legt dann einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen allein noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Hundespeichel auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13170</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13170"/>
				<updated>2018-03-13T19:36:05Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: ref verbessert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrten, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/ How Is Filth Transferred?], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Hundespeichel (dieses gilt innerhalb der hanafitischen Rechtsschule als nadschis) auf einen Teppich, aber trocknet dieser Hundespeichel nach einer Weile und man legt dann einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen allein noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Hundespeichel auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13169</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13169"/>
				<updated>2018-03-13T19:34:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: Meinungsverschiedenheit eingetragen&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt Meinungsverschiedenheiten darüber, wie sich Nadschaasa überträgt. Nach Meinung der einen Gelehrten wird Nadschasa nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Meinung anderer Gelehrten, beispielsweise innerhalb der Hanafiten, überträgt sich die Nadschasa nur auf einen anderen Stoff, wenn die Nadschasa selbst nass ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2018/01/01/how-is-filth-transferred/ How Is Filth Transferred?], seekershub.org, Datum: 01.01.2018, zuletzt abgerufen am 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt; Kommt beispielsweise Hundespeichel (dieses gilt innerhalb der hanafitischen Rechtsschule als nadschis) auf einen Teppich, aber trocknet dieser Hundespeichel nach einer Weile und man legt dann einen reinen feuchten Stoff darauf, so kann man deswegen allein noch nicht ausgehen, dass der getrocknete Hundespeichel auf diesen reinen feuchten Stoff gelangt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13168</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13168"/>
				<updated>2018-03-13T19:23:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Welche Substanzen Nadschasa sind (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13167</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13167"/>
				<updated>2018-03-13T19:22:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;'''Nadschis''' ist das Adjektiv von '''Nadschasa''', den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen ''Nadschasa'' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Nadschis und Nadschasa (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13166</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13166"/>
				<updated>2018-03-13T19:21:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: in die einleitung eingefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen '''Nadschasa''' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Nadschis und Nadschasa (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13165</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13165"/>
				<updated>2018-03-13T19:20:19Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen '''Nadschasa''' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund dieses Grundsatzes gilt beispielsweise auch, dass jedes Ding und jede Sache von einem Nicht-Muslim, diese Sache als rein anzusehen ist, es sei denn natürlich man kann Nadschasa darauf wahrnehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Nadschis und Nadschasa (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nadschis''' ist das Adjektiv von Nadschasa, den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13164</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-03-13T19:11:32Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: Wichtige Regel bei diesem Thema&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Rituell unreine Substanzen werden im Arabischen '''Nadschasa''' genannt. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Der Zweifel hebt die Gewissheit nicht auf ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine wichtige Regel im Islam, die auch in Rahmen der Tahara Anwendung findet, ist, dass der bloße Zweifel keine Gewissheit aufhebt. Eine reine Substanz oder der eigene reine Körper ist erst dann von Nadschasa befallen, wenn man sich diesbezüglich '''sicher''' ist. Wenn man beispielsweise bei einer reinen Kleidung keine Nadschasa wahrnehmen kann, aber man vermutet, dass Nadschassa darauf gelangt ist, so reicht diese Vermutung '''nicht''' aus, um die Kleidung als unrein zu betrachten. Entsprechend ist diese Kleidung weiterhin als rituell rein anzusehen und mit ihr kann gebetet werden. Selbst wenn es wahrscheinlich ist, dass sich eine Unreinheit übertragen hat, so ist dies noch '''keine''' feste Gewissheit. Nur wenn man die Nadschasa an der Kleidung als solche wahrnehmen kann oder wenn man sicher bemerkt hat, dass sie sich auf die Kleidung übertragen hat, so hat sie sich übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/23/my-home-is-always-full-of-filth-what-can-i-do/ My Home Is Always Full of Filth. What Can I Do?], seekershub.org, Datum: 23.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;. Entsprechend bleibt eine Kleidung, von der man sicher weiß, dasss sich Nadschasa auf ihr befindet, solange in diesem Zustand, bis man sicher weiß, dass man die Nadschasa entfernt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Nadschis und Nadschasa (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nadschis''' ist das Adjektiv von Nadschasa, den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13163</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-03-12T23:32:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Nadschis und Nadschasa (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nadschis''' ist das Adjektiv von Nadschasa, den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sperma ===&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13162</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13162"/>
				<updated>2018-03-12T23:31:04Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: Hanafitische Meinung zu Manni&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Nadschis und Nadschasa (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nadschis''' ist das Adjektiv von Nadschasa, den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rituell reine Substanzen ==&lt;br /&gt;
Bezüglich Samenflüssigkeit (auf Arabisch ''Manni'' genannt) gibt es unterschiedliche Meinungen. Die einen Gelehrten betrachten sie als rein. In der hanafitischen Rechtsschule gibt es jedoch die Meinung dass Samenflüssigkeit nadschis ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://seekershub.org/ans-blog/2017/09/27/what-are-the-things-deemed-fitlhy-in-the-hanafi-school/ What Are the Things Deemed Filthy in the Hanafi School?], Datum: 27.09.2017, zuletzt abgerufen: 13.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13161</id>
		<title>Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-03-12T23:27:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: /* Gelten Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Es ist im Alltag wichtig, dass man weiss welche Substanzen verunreinigend (arab.: nadschis) sind und wie man die Reinheit, die '''Tahara''', wieder herstellen kann. Der Prophet, Sallallahu alaihi wa Sallam, hat uns davor gewarnt, uns nicht vor unserem Urin zu schützen, das heisst, unseren Körper und unsere Kleidung nicht rein zu halten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der Prophet, Sallallahu Alaihi wa Sallam, an zwei Gräbern vorbeiging, sagte er: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''„Sie werden gepeinigt, aber sie werden nicht wegen schwerwiegendem gepeinigt.“ Dann sagte er: „Doch, sicher! Der eine hat üble Nachrede verbreitet, und der andere hat sich vor seinem Urin nicht geschützt.“''&lt;br /&gt;
:(Überliefert nach Buchari und Muslim)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Definition von Nadschis und Nadschasa (unreine Substanzen) ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Nadschis''' ist das Adjektiv von Nadschasa, den rituell unreinen Substanzen. Und '''tahir''' ist das Adjektiv von Tahara, der rituellen Reinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Folgende Substanzen sind rituell unrein, nadschis. In der Aufzählung wird jeweils auf die unterschiedliche Beurteilung durch die vier [[Madhahib]] hingewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Körper, Kleidung und Gegenstände, die mit diesen Substanzen direkt in Berührung gekommen sind, sind rituell unrein und müssen gereinigt werden. Zur Widerherstellung der rituellen Reinheit, muss die Verunreinigung vom Körper, den Gegenständen oder der Kleidung vollständig entfernt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Urin / Stuhlgang ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Urin und der Stuhlgang von Mensch und Tier ist eine Nadschasa. Nach hanbalitischer und schafi’itischer Lehrmeinung sind Urin und Stuhlgang von Tieren deren Fleisch wir essen dürfen nicht nadschis.&lt;br /&gt;
Um die Tahara wiederherzustellen musst man den Urin oder den Stuhlgang vollständig von den Kleidern und dem Körper entfernen. Die verunreinigte Stelle musst man mit Wasser abwaschen. Falls man selbst Urin oder Stuhlgang ausgeschieden hat, verliert man nach allen Madhahib (Fiqh-Schulen) den Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorflüssigkeit (Madhi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorflüssigkeit ist jene leicht klebrige und durchsichtige Flüssigkeit, die sowohl der Mann als auch die Frau vor dem Geschlechtsverkehr ausscheiden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Nach allen Madhahib muss man den Penis, respektive die Vagina mit Wasser waschen. Durch das Ausscheiden von Vorflüssigkeit verliert man Wudhu. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachtropfen (Uadi) ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einigen Krankheiten wird nach dem Urinieren eine weisse Flüssigkeit ausgeschieden. Sie ist nach allen Madhahib nadschis. Um die Tahara wiederherzustellen muss man das gleiche tun wie beim Urinieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Blut ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Blutflecken auf dem Körper oder auf der Kleidung sind nadschis. Es spielt keine Rolle, ob das Blut von Mensch oder Tier ist, oder ob es das eigene Blut ist. Kleinere Blutflecken, wie z.B. Nach einem Mückenstich, sind keine Nadschasa. Das Blut wäscht man mit Wasser ab. Nach der hanafitischen Madhhab verliert man den Wudhu, falls man selbst blutet, nicht aber wenn man mit fremdem Blut in Berührung kommt. Nach den drei anderen Madhahib verliert man den Wudhu nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hund und Schwein ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Hund]] und das [[Schwein]] sind nadschis. Nach der malikitischen Fiqh-Schule ist der Hund und auch der Speichel des Hundes nicht nadschis. Der Imam [[Malik]] begründet dies damit, dass Allah im Quran die Jagdbeute des Hundes, der ja das Wild mit seinem Maul reißt, für [[halal]] erklärt hat. Er sieht die einschlägigen Hadithe allein auf das Lecken aus Gefäßen beschränkt. Nach der hanafitischen Fiqh-Schule ist der Hund selbst nicht nadschis, sondern nur sein Speichel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:''&amp;quot;Sie fragen dich, was für sie (an Speisen) halal sei. Sag: ‚Für halal wurden euch erklärt die Tayyibat (guten Dinge) und (das Halten) von dem, was ihr an trainierten Jagdtieren abgerichtet habt. Ihr lehrt sie von dem, was Allah euch gelehrt hat. So esst von dem, was sie für euch fangen, und sprecht Allahs Namen über ihnen aus. Und handelt Taqua gemäss Allah gegenüber! Gewiss, Allah ist schnell im zur Rechenschaft ziehen.&amp;quot;'' (Quran 5:4)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Stelle, mit der man einen Hund oder ein Schwein berührt hat, musst man (laut manchen Gelehrten) sieben Mal waschen. Einmal davon musst man sie mit Erde abwaschen. Laut den meisten Gelehrten gilt diese Regel nur für Gefäße, aus denen ein Hund leckte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erbrochenes ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erbrochenes von Mensch und Tier ist nach allen vier Madhahib nadschis. Das Erbrochene muss entfernt werden und die Stelle muss mit Wasser gewaschen werden. Falls man selbst erbrochen hast, verliert man nach der hanafitischen Madhhab den Wudhu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tote Tiere ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tiere, die verendet sind, also nicht geschlachtet oder gejagt wurden, sind nadschis. Nicht nadschis sind tote Fische, tote Tiere, die keinen Blutkreislauf haben, sowie tote [[Heuschrecken]]. Menschliche Leichen sind nicht nadschis. Der Mensch ist nie nadschis, dabei spielt es keine Rolle ob er lebt oder tot ist. Dies gilt nicht nur für Muslime, sondern für alle Menschen unabhängig von ihrem Bekenntnis. Dies ist bei allen Madhahib so. Die Stelle mit der man ein Totes Tier berührt hat, muss mit Wasser abgewaschen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Alkohol ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vertreter dieser Meinung berufen sich auf folgenden Quranvers:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: ''„O Ihr, die ihr Iman habt! Berauschendes (arab.Chamr), Glücksspiel, Opfersteine und Orakelpfeile sind '''Unreinheiten (arab. Ridschs),''' ein Werk des Satans. So meidet sie, auf dass ihr erfolgreich seid. Der Satan will doch zwischen euch Feindschaft und Hass durch Chamr und Glücksspiel säen und euch vom Gedenken an Allah und vom rituellen Gebet abhalten. Werdet ihr denn damit aufhören!&amp;quot;'' (Quran 5:90-91)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dieser Meinung wird der Alkohol  mit Wasser abgewaschen um die [[Tahara]] wiederherzustellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
*Ein Teil der Gelehrten sieht Alkohol hingegen dem Grunde nach als rein an, weil sie die im Quranvers genannte Unreinheit nicht wörtlich nehmen, sondern im abstrakten Sinne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das im Qur’an verwendete Wort '''„Ridschs“''' impliziert zwar Unreinheit, doch kann dies im gegebenen Zusammenhang nur als geistige Unreinheit angesehen werden, zumal etwa das gleichzeitig genannte Glücksspiel offensichtlich nicht physisch unrein sein kann. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;&amp;gt; Pacic, Dr. Jasmin (2009): [http://www.didi-info.de/index.php?option=com_docman&amp;amp;task=doc_details&amp;amp;gid=139&amp;amp;&amp;amp;Itemid=5 Rechtsbestimmungen über die gottesdienstlichen Handlungen im Islam, Fiqh ul-Ibadat, Band 1], Didi-info.de, Karlsruhe, ISBN: 978-3940871-08-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch die genannten Opfersteine und Orakelpfeile müssten nach der ersten Meinung als unrein gelten, was aber nicht der Fall ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[As-San’ani]] weist z.B. darauf hin, dass etwas ursprünglich rein sein kann, obwohl es verboten ist, wie etwa Haschisch, das rein, aber verboten ist. '''Es gilt die allgemeine Regel, wonach jede unreine Substanz verboten (arab.haram) ist, aber nicht jede verbotene Substanz unrein.''' So ist z.B. den Männern das Tragen von Seide und Gold verboten und gleichzeitig gelten diese Dinge als rein.&amp;lt;ref&amp;gt; As-San'ani, Muhammad Ibn Isma'il (2003): Subul as-Salam, Kommentar zu Bulurh al-maram, Verlag: Dar Ibn Hazm, Beirut&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde man - entgegen der Regel- aus jedem Verbot des Qurans ableiten, dass die genannte Sache unrein ist, so müssten auch die in Sure an-Nisa' genannten Frauen unrein sein, denn dort heißt es: ''&amp;quot; Verboten (zu heiraten) sind euch eure Mütter, Töchter,...&amp;quot;'' (Quran 4:23) &amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;&amp;gt;Al-'Awaischa, Husain Ibn 'Auda (2002): Al-Mausu'a al-fiqhia al-mujassara fi Fiqh al-Kitab wa as-Sunna al-mutahhara, Band 1: Kapitel At-Tahara, Verlag: Al-Maktaba al-islamijja, Jordanien&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem spricht für die Reinheit des Alkohols, dass der Prophet (Allahs Segen und Friede auf ihm), nachdem das Alkoholverbot offenbart wurde, nicht anordnete, die Gefäße,&lt;br /&gt;
in denen Alkohol aufbewahrt wurde, zu reinigen. &amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund der genannten Argumente ist die vorzuziehende Ansicht, dass Alkohol an sich nicht unrein ist. Es gibt keinen klaren Beleg für die physische Unreinheit des Alkohols und die allgemeine Regel besagt, dass Dinge als rein gelten, bis das Gegenteil bewiesen wird. Diese Meinung vertritt auch der Gelehrte Al-'Awaischa&amp;lt;ref name=&amp;quot;Awaischa&amp;quot;/&amp;gt;, ein Schüler [[al-Albani]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übertragung der Nadschasa==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nadschasa wird nur übertragen, wenn eine der beiden Flächen, die sich berühren, nass ist. Zwei trockene Oberflächen übertragen die Nadschasa nicht. Das heisst also, wenn man mit einem trockenen Mantel einen trockenen Hund streift, überträgt sich die Nadschasa nicht auf den Mantel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gehören Substanzen wie Urea (Harnstoff) oder Alkohol in Cremes und Lotionen zu den unreinen Dingen? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Verwendung von Produkten mit Alkohol wird teilweise als erlaubt angesehen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie oben ausgeführt, gibt es verschiedene Meinungen zu der Frage, ob Alkohol eine unreine Substanz darstellt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man der vorzuziehenden Ansicht, wonach Alkohol keine unreine Substanz ist, dann gibt es auch keinen Beweis für ein Verbot von Produkten mit Alkohol, die nicht zum Verzehr bestimmt sind, wie z.B. Desinfektionsmittel, Alkohol als Bestandteil reinigender Produkte oder als Rasierwasser &amp;lt;ref&amp;gt; Scheich Ibn Baz,Abdul’-Aziz Ibn Abdullah, u.a.,(2001):  Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 41&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verwendung solcher Mittel wird daher als zulässig angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt; Scheich al-Uthaimin, Muhammad Ibn Salih u.a.,(2001): Fatawa Islamijja, Dar us-Salam, Band 2, S. 28&amp;lt;/ref&amp;gt; Dennoch ist generell die Verwendung alkoholfreier Produkte vorzuziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Folgt man jedoch der Meinung, dass Alkohol unrein ist, so erklärt Scheich Abdulaziz [[al-Fawzan]], dass Produkte, die Alkohol enthalten, dann als erlaubt anzusehen sind, wenn sich der verbotene unreine Stoff, nämlich Alkohol, in dem reinen Stoff „auflöst“, sodass er keine Wirkung mehr hat (weder seine berauschende Wirkung, noch sein Geruch oder Geschmack) und die Eigenschaften der reinen Substanz dadurch nicht verändert werden (z.B. Kleinstmenge an Alkohol in Medikamenten).&amp;lt;ref&amp;gt; As-Sawi, Salah(2001), Rechtsgutachten für muslimische Minderheiten – von einer Gruppe von Gelehrten, 1. Auflage: Dar al-Mustaqbal-Verlag, Fatwa Nr. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Fiqh&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rituell reine Substanzen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''Samenflüssigkeit(arab. Manni)'''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Lieberbruderali.com: [http://www.lieberbruderali.com/top-posts/tahara-die-rituelle-reinheit/ Tahara - Die rituelle Reinheit]&lt;br /&gt;
*Zaidan, Amir M. A. (1996): Fiqh-ul-'Ibadat. Einführung in die islamischen gottesdienstlichen Handlungen. Frankfurt/M. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie: Rituelle Reinigung (Tahara)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Diskussion:Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13160</id>
		<title>Diskussion:Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="http://islam-pedia.de/index.php?title=Diskussion:Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13160"/>
				<updated>2018-03-12T23:22:57Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: Neuer Abschnitt /* Einzelnachweise */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Alkohol ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@ Aischa: Wenn im Islam von Alkoholverbot bzw. um den unreinen Alkohol die Rede ist, dann handelt es sich ausschließlich um den Trinkalkohol (Ethanol).  Das ist der ALkohol, der berauschend wirkt. Daher habe ich den Satz zum Alkohol wieder geändert, weil du folgendes geschrieben hast &amp;quot;Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Alkohol unrein. Auch Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) ist nach allen [[Madhahib]] nadschis.&amp;quot; Ich habe ihn zu diesem Satz geändert &amp;quot;Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&amp;quot; Denn sonst lässt der Satz vermuten dass es auch andere verbotene Alkohole gibt... --Hadhemi 20:48, 4. Jun. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Assalam, ja da hast du Recht. Das ist natürlich doppelt gemoppelt und könnte zu Missverständnissen führen.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Aischa|Aischa]] 18:27, 6. Jun. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abweichende Meinungen zu verschiedenen Fragen ==&lt;br /&gt;
Es ist sehr wichtig abweichende Fragen zu verschiedenen Fragen zu erläutern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.''' So gibt es zum Beispiel die Meinung innerhalb der hanafitischen Rechtsschule, dass eine trockene Unreinheit bei Kontakt mit einem z.B. feuchten Gegenstand '''nicht''' übertragen wird (außer natürlich man sieht offensichtlich, dass sich tatsächlich etwas von der unreinen Substanz übertragen hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Filth does not transfer from one garment to another unless one is certain that the filth is wet and directly contacts the other garment. If either of these conditions are missing filth can not have been transferred. (Maraqi al-Falah, al-Hadiyya al-‘Ala’iyya) ''&amp;lt;ref&amp;gt;https://islamqa.org/hanafi/qibla-hanafi/35812&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.''' Sperma gilt nach einer Meinung in der hanafitischen Rechtsschule als nadschis. Mir persönlich ist innerhalb der hanafitschen Rechtsschule auch keine davon abweichende Meinung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(...) This applies to semen and other filth as well. [ Shurunbulali, Maraqi al-Falah; Ala’ al-Din Abidin, al-Hadiyya al-`Ala’iyya ]''&amp;lt;ref&amp;gt;https://islamqa.org/hanafi/qibla-hanafi/42879&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.''' Nur mehr als ein mundvoll Erbrochenes gilt nach einer hanafitischen Meinung als nadschis. Das sollte man auch hinzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vomit, including baby vomit, is only considered filthy if it is more than a mouthful, with a mouthful being defined as that which the mouth (of the one vomiting) would not be able to hold in without undue difficulty.''&amp;lt;ref&amp;gt;https://islamqa.org/hanafi/seekersguidance-hanafi/32006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die angefügten Quellen ausreichend? --[[Benutzer:Wissensdurstiger|Wissensdurstiger]] ([[Benutzer Diskussion:Wissensdurstiger|Diskussion]]) 00:22, 13. Mär. 2018 (CET)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>http://islam-pedia.de/index.php?title=Diskussion:Rituell_unreine_Substanzen_(an-Nadschasa)&amp;diff=13159</id>
		<title>Diskussion:Rituell unreine Substanzen (an-Nadschasa)</title>
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				<updated>2018-03-12T23:22:39Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Wissensdurstiger: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
== Alkohol ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
@ Aischa: Wenn im Islam von Alkoholverbot bzw. um den unreinen Alkohol die Rede ist, dann handelt es sich ausschließlich um den Trinkalkohol (Ethanol).  Das ist der ALkohol, der berauschend wirkt. Daher habe ich den Satz zum Alkohol wieder geändert, weil du folgendes geschrieben hast &amp;quot;Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Alkohol unrein. Auch Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) ist nach allen [[Madhahib]] nadschis.&amp;quot; Ich habe ihn zu diesem Satz geändert &amp;quot;Nach Ansicht der Mehrheit der Gelehrten ist Trinkalkohol (Ethanol bzw. Ethylalkohol) nadschis.&amp;quot; Denn sonst lässt der Satz vermuten dass es auch andere verbotene Alkohole gibt... --Hadhemi 20:48, 4. Jun. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Assalam, ja da hast du Recht. Das ist natürlich doppelt gemoppelt und könnte zu Missverständnissen führen.&lt;br /&gt;
--[[Benutzer:Aischa|Aischa]] 18:27, 6. Jun. 2010 (UTC)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abweichende Meinungen zu verschiedenen Fragen ==&lt;br /&gt;
Es ist sehr wichtig abweichende Fragen zu verschiedenen Fragen zu erläutern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''1.''' So gibt es zum Beispiel die Meinung innerhalb der hanafitischen Rechtsschule, dass eine trockene Unreinheit bei Kontakt mit einem z.B. feuchten Gegenstand '''nicht''' übertragen wird (außer natürlich man sieht offensichtlich, dass sich tatsächlich etwas von der unreinen Substanz übertragen hat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Filth does not transfer from one garment to another unless one is certain that the filth is wet and directly contacts the other garment. If either of these conditions are missing filth can not have been transferred. (Maraqi al-Falah, al-Hadiyya al-‘Ala’iyya) ''&amp;lt;ref&amp;gt;https://islamqa.org/hanafi/qibla-hanafi/35812&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''2.''' Sperma gilt nach einer Meinung in der hanafitischen Rechtsschule als nadschis. Mir persönlich ist innerhalb der hanafitschen Rechtsschule auch keine davon abweichende Meinung bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''(...) This applies to semen and other filth as well. [ Shurunbulali, Maraqi al-Falah; Ala’ al-Din Abidin, al-Hadiyya al-`Ala’iyya ]''&amp;lt;ref&amp;gt;https://islamqa.org/hanafi/qibla-hanafi/42879&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
'''3.''' Nur mehr als ein mundvoll Erbrochenes gilt nach einer hanafitischen Meinung als nadschis. Das sollte man auch hinzufügen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Vomit, including baby vomit, is only considered filthy if it is more than a mouthful, with a mouthful being defined as that which the mouth (of the one vomiting) would not be able to hold in without undue difficulty.''&amp;lt;ref&amp;gt;https://islamqa.org/hanafi/seekersguidance-hanafi/32006&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sind die angefügten Quellen ausreichend? --[[Benutzer:Wissensdurstiger|Wissensdurstiger]] ([[Benutzer Diskussion:Wissensdurstiger|Diskussion]]) 00:22, 13. Mär. 2018 (CET)&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Wissensdurstiger</name></author>	</entry>

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